Logo der TelefonSeelsorge Karlsruhe TelefonSeelsorge             
                   Karlsruhe
Freecall: 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222

Statistik 2003/2003

Bewertung

In den Jahren 2002 und 2003 wurden jeweils knapp über 11.000 Gespräche pro Jahr geführt. Erfreulicherweise war die Zahl der Kinder- und Jugendlichenscherzanrufe im Berichtszeitraum rückläufig. Die Zahl verminderte sich im Vergleich zum Jahr 2001 um 13,1%, liegt aber mit 19,7 Scherzanrufen pro Tag immer noch vergleichsweise hoch.

Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der Gespräche mit regelmäßig Anrufenden. Bei dieser Feststellung muss jedoch hinzugefügt werden, dass Daueranruferinnen und Daueranrufer im Mobilfunknetz wegen der bundesweiten Zuschaltung wesentlich schwerer zu identifizieren sind als im regionalisierten Festnetz. Für diese Hypothese spricht, dass parallel zur Verminderung der regelmäßigen Anrufe der Prozentsatz der wiederholten Anrufe gestiegen ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen also wahr, dass jemand mehrmals anruft, können aber die tatsächliche Anrufhäufigkeit nicht einschätzen, da Handyanruferinnen und -anrufern eine Vielzahl von TelefonSeelsorge-Stellen bundesweit zur Verfügung stehen.

Leicht angestiegen ist der prozentuale Anteil der ernsthaften Gespräche mit Kindern und Jugendlichen. Jedes 7. Gespräch wurde in 2002 mit einer Person unter 20 Jahren geführt. Auffällig ist bei der Betrachtung der Altersverteilung zudem der starke Rückgang in der Gruppe der über 80-jährigen (um 8,5%), der sich durch den Abschied von hochbetagten Daueranruferinnen und -anrufern erklären lässt.

Die Gründe für einen Anruf bei der TelefonSeelsorge bleiben über die Jahre hinweg recht konstant. Nach wie vor sind Probleme in Partnerschaft und Familie der Grund Nr. 1 zum Hörer zu greifen und die Nummer der TelefonSeelsorge zu wählen.

Die Zahl der Kriseninterventionsgespräche ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Immer häufiger kommen Menschen durch die Probleme in Familie, Arbeitswelt und die Probleme mit sich selber an die Grenzen ihrer Bewältigungsmöglichkeiten. Jedes 5. - 6. ernsthafte Gespräch wurde in den Jahren 2002 / 2003 mit einem Menschen in einer akuten Krisensituation geführt.

Gesamtstatistik

Jahr Gespräche Scherzanrufe
(Kinder/Jugendliche)
Aufleger Anrufbeantworter Anrufe gesamt
2003 11.032 7.191 5.022 3.493 26.738
2002 11.157 7.933 4.729 3.065 26.884
2001 11.257 8.272 8.959 10.382 38.872

Jahr Gespräche / Tag Scherzanrufe / Tag Anrufe /Tag
2003 30,2 19,7 73,3
2002 30,6 21,7 73,7
2001 30,8 22,7 106,5

Statistik der Gespräche

(Basis der Auswertung sind im Folgenden die geführten Gespräche ohne Kinderscherzanrufe, Aufleger und Anrufbeantworter)

Geschlecht der Anrufenden
2003 2002 2001
männlich 28,1% 28,7% 33,6%
weiblich 69,2% 68,6% 61,5%
unbekannt 2,7% 2,8% 4,9%

Lebensform der Anrufenden
2003 2002 2001
Alleinlebend 39,7% 37,5% 37,4%
Partnerschaft / Ehe 12,1% 12,5% 16,3%
in einer Familie 14,3% 14,7% 8,6%
alleinerziehend 5,9% 5,9% 4,6%
in einer Gemeinschaft 2,9% 2,3% 5,0%
unbekannt 25,0% 27,1% 28,1%

Alter der Anrufenden
2003 2002 2001
bis 10 0,4% 0,6% 0,5%
11 - 19 14,1% 13,9% 13,0%
20 - 29 11,3% 10,9% 10,6%
30 - 39 17,7% 17,1% 15,6%
40 - 49 19,7% 20,5% 21,5%
50 - 59 19,1% 13,0% 10,7%
60 - 69 4,9% 5,2% 4,3%
70 - 79 1,7% 2,0% 1,7%
80 und älter 0,6% 5,8% 9,1%
unbekannt 10,5% 11,0% 12,9%

Anrufhäufigkeit
2003 2002 2001
Erstanruf und unbekannt 59,8% 62,0% 60,4%
wiederholter Anruf 27,8% 21,1% 18,9%
regelmäßiger Anruf 12,3% 16,9% 20,7%

Gesprächsdauer
2003 2002 2001
bis 1 Minute 7,8% 8,7% 12,6%
bis 5 Minuten 18,1% 18,6% 18,7%
bis 15 Minuten 24,4% 25,5% 25,1%
bis 30 Minuten 25,8% 25,6% 22,5%
bis 45 Minuten 13,1% 11,7% 11,9%
bis 60 Minuten 6,3% 5,7% 5,3%
bis 90 Minuten 3,5% 3,3% 3,2%
über 90 Minuten 1,1% 0,9% 0,7%

Themen der Gespräche (Mehrfachnennungen waren möglich)
2003 2002 2001
Sinn/Orientierung 5,6% 5,1% 5,6%
Einsamkeit/Vereinsamung 10,1% 8,8% 10,4%
Krankheit (physisch) 8,0% 8,7% 11,4%
Krankheit (psychisch) 12,2% 12,1% 12,9%
Sucht 7,3% 6,9% 6,2%
Suizid 2,2% 2,2% 3,0%
Sterben, Tod, Trauer 3,1% 3,9% 5,7%
Gewalt 4,9% 4,8% 5,3%
Sexualität 10,8% 10,1% 9,4%
Schwangerschaft 1,2% 1,2% 1,3%
Partner/in 24,6% 19,8% 20,4%
Familie/Verwandtschaft 18,1% 20,3% 17,9%
Freunde/ Nachbarn/Kollegen 9,3% 11,3% 8,3%
Arbeit/Schule/Ausbildung 9,2% 9,1% 10,0%
Wohnen/Freizeit/alltägliche Verrichtungen 5,6% 6,2% 8,6%
Geld / wirtschaftliche Fragen 4,5% 4,2% 4,2%
Gesellschaft/Politik/Kirche 3,6% 3,2% 3,5%
Sonstiges/nicht einzuordnen 12,9% 14,1% 15,6%

Gesprächsart
2003 2002 2001
Krisenintervention (allgemein) 14,6% 12,4% 12,5%
Intervention in suizidaler Krise 1,4% 1,3% 1,5%
Gespräch zur Alltagsbewältigung/-strukturierung 26,3% 25,6% 27,9%
Problemklärung / Beratung 33,8% 35,2% 31,2%
Abruf von Informationen 4,3% 4,3% 3,9%
Sexanruf (Hauptanliegen) 5,0% 4,0% 4,0%
Rückmeldung zu früheren Gesprächen 1,1% 1,1% 1,4%
Aufschub eines Gespräches 0,6% 0,2% 0,7%
Scherz-/Testanrufe (Erwachsene) 1,4% 2,4% 1,8%
Schweigeanruf 1,6% 1,5% 2,9%
Sonstiges 10,5% 12,1% 12,5%

TelefonSeelsorge Karlsruhe
Diese Seite wurde zuletzt am 30. Januar 2006 aktualisiert.